Bewertet
wurden die Einreichungen beim CAST Technology Award 2009 nach den Kriterien
Marktpotential, Innovationskraft, Kundennutzen, Wettbewerbssituation und
wirtschaftliche Realisierbarkeit der Idee. Mit Geldpreisen belohnt wurden jene
Projekte, denen von Seiten der Fachjury die besten Chancen auf wirtschaftliche
Umsetzung des Projektes eingeräumt wurden. Dieses Jahr war das Rennen so knapp,
dass neben einem ersten und zweiten, gleich zwei dritte Plätze und ein
Sonderpreis für die beste Pionieridee vergeben wurden. Gewonnen hat den
Wettbewerb der Haller Unfallchirurg Volkmar Seyr für die Entwicklung eines
flexiblen Oberarmmarknagels. Zweiter wurde der Chemiker Christian Huck, auf
Platz drei landeten ex aequo Florian Zähringer und Thomas Holleis sowie der
Mediziner Michael Nogler.
Steuerung
komplexer Experimente
Dipl.-Physiker
Florian Zähringer vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck
erhielt für das eingereichte Projekt eine Prämie von 800 Euro. Gemeinsam mit
Partner Thomas Holleis wird eine Software entwickelt, die komplexe Experimente
in der Physik steuern kann und über eine zusätzlich angebotene Dienstleistung
den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Experiments angepasst wird. Die
Software wird am Institut für Experimentalphysik bereits eingesetzt und soll in
Zukunft auch für andere Experimentalgruppen und Entwicklungsabteilungen
erhältlich sein.
Sonderpreis
für die beste Pionieridee
Besonders
beeindruckt hat die Jury das Projekt von Dr. Michael Chwalla, Institut für
Experimentalphysik der Universität Innsbruck. Obwohl sich das Konzept in einer
sehr frühen Phase befindet, konnte die Jury großes Potenzial zu einer
Durchbruchsinnovation erkennen und belohnte die Idee mit dem beim CAST
Technology Award erstmals vergebenen
Sonderpreis für die beste Pionieridee, dotiert mit 1.000 Euro. Die
Einreichung beschäftigt sich mit der Entwicklung einer transportablen, extrem
genauen und stabilen Atomuhr auf Ionenbasis. Die Transportabilität ermöglicht den direkten Vergleich von
Uhren (z.B. der Atomuhren die die gesetzliche Zeit in unterschiedlichen Ländern
festlegen) oder den Einsatz im Weltraum, z.B. zur Verbesserung der
Satellitennavigation.
