[2007-11-05] Die Österreichische Akademie der Wissenschaften verleiht dem Wiener Experimentalphysiker Dr. Markus Aspelmeyer den diesjährigen Ignaz L. Lieben-Preis. Die Kommission anerkennt damit die "hervorragenden Leistungen des jungen Wissenschaftlers auf dem Gebiet der experimentellen Quantenoptik und der Quanteninformation".

Das Hauptinteresse des Lieben-Preisträgers Markus Aspelmeyer gilt der Erforschung der Grundlagen der Quantenphysik. Ein wesentliches Element dabei ist die Erzeugung von quantenmechanisch verschränkten Zuständen, die völlig neue Wege der Quanteninformationsverarbeitung erlauben. Aspelmeyers aktuelle Forschung beschäftigt sich mit der bereits von Erwin Schrödinger formulierten Frage, ob die Gesetze der Quantenwelt auch makroskopische Objekte dominieren können. Markus Aspelmeyer ist derzeit Senior Scientist am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien. Die feierliche Preisverleihung findet am Freitag, 9. November 2007, in Wien statt. Die Laudatio hält Anton Zeilinger.

Der Ignaz Lieben-Preis ist mit 18.000 Dollar dotiert und der älteste Preis der Akademie der Wissenschaften. Er wurde 1863 vom Bankhaus Lieben gestiftet. Renommierte Forscherinnen und Forscher wie die Physikerinnen Marietta Blau und Lise Meitner oder die beiden Nobelpreisträger Viktor Hess und Otto Loewi wurden mit dem Ignaz Lieben-Preis ausgezeichnet. 1937 wurde der Ignaz Lieben-Preis wegen Verfolgung der Stifterfamilie eingestellt. Die großzügige finanzielle Unterstützung von Isabel und Alfred Bader ermöglicht seit 2004 die Weiterführung dieser Auszeichnung. 

 

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