Lauriane Chomaz (Foto: Matthew Brookes)

Das New Journal of Physics Editorial Board, die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und das Institute of Physics (IOP) haben Dr. Lauriane Chomaz, eine junge Wissenschaftlerin aus der Gruppe von Francesca Ferlaino, zur Gewinnerin des New Journal of Physics Early Career Award 2018 gekürt.

Die Jury kürte Lauriane Chomaz unter 18 Kandidatinnen und Kandidaten zur besten Jungforscherin, für ihre zukunftsweisenden experimentellen Beiträge zum Verständnis dipolarer Vielteilchenphänomene in stark magnetischen Quantengasen, einschließlich der Beobachtung der kollektiven Rotonanregung.

Lauriane Chomaz, 1986 in Orsay (Frankreich) geboren, schloss 2010 ihr Masterstudium an der Ecole Polytechnique (Palaiseau, Frankreich) ab. Anschließend promovierte sie bei Professor Jean Dalibard und untersuchte die Thermodynamik und die Suprafluidität von zweidimensionalen Bose-Gasen. Im Jahr 2014 schloss sie das Doktoratsstudium an der Ecole Normale Supérieure (Paris, Frankreich) ab. Während ihrer Doktorarbeit beobachteten sie und ihr Team zum ersten Mal das suprafluide Verhalten eines zweidimensionalen Bose-Gases und leisteten Pionierarbeit bei der Untersuchung des Phänomens der transversalen Kondensation in gleichförmigen 2D-Bose-Gasen. Für ihre Arbeit erhielt sie den “For women in Science” National Award der L'Oreal Foundation und der Unesco sowie den Hugot-Preis der Hugot Foundation am Collège de France. Nach sechs Monaten als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Collège de France, in denen sie ihre Doktorarbeit mit der Beteiligung am Aufbau der nächsten Generation des Experiments weiterführte, kam sie 2015 an das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, um hier in der Gruppe von Professor Francesca Ferlaino als Postdoktorandin am Erbium-Experiment zu arbeiten. 2016 erhielt sie ein Marie Sklodowska Curie-Stipendium der Europäischen Union, um ihre Arbeit in der Forschungsgruppe an der an der Universität Innsbruck fortzusetzen.

Dr. Chomaz und ihr Team konzentrieren sich nun auf verschiedene Aspekte der Physik von Gasen mit dipolaren Wechselwirkungen. In diesem Jahr haben sie erstmals Roton-Anregungen in einem dipolaren Quantengas realisiert. Der lang erwartete, erfolgreiche Nachweis dieser Quasipartikels ebnet den Weg für die weitere Erforschung der Suprafluidität und vielleicht des paradoxen supersoliden Materiezustands.

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