[2006-11-01] Wiener Quantenphysiker um Anton Zeilinger und Markus Aspelmeyer haben eine neue Methode zur Kühlung von mikromechanischen Systemen mit Laserlicht demonstriert. Mit dem Verfahren könnten sich in naher Zukunft vielleicht sogar Quantenphänomene an makroskopischen Systemen beobachten lassen. Die Forscher berichten darüber in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NATURE.

Schwingende mechanische Systeme, wie beispielsweise eine Gitarrensaite oder ein Sprungbrett, verhalten sich im Alltag nach den Regeln der klassischen Physik. Man erwartet allerdings, dass bei extrem tiefen Temperaturen ihre Quantennatur zum Vorschein kommt – aus der Mechanik, der Bewegung klassischer Körper, wird Quanten-Mechanik. Die dazu notwendigen Temperaturen konnten bislang für solche Systeme im Labor noch nicht erreicht werden. Diesem Ziel ist man nun einen Schritt näher gekommen. Einem internationalen Team von Wissenschaftlern rund um Anton Zeilinger und Markus Aspelmeyer gelang die Demonstration einer neuen Kühlmethode, mit deren Hilfe sich mikromechanische Systeme unter Einwirkung von Laserlicht „selbständig“ kühlen – derzeit von Raumtemperatur bis auf 10 Kelvin (rund -260 °C). Eine Weiterentwicklung dieser Methode sollte in Zukunft Experimente erlauben, die zeigen werden, ob und wie Quantenphänomene auch makroskopische Objekte dominieren können.

 

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