[2006-12-01] Morgen, Samstag, wird Prof. Peter Zoller in Japan der 6. Internationale Preis für Quantenkommunikation verliehen. Der Physiker erhält den Preis gemeinsam mit seinem langjährigen Forschungskollegen Ignacio Cirac für seine herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der Theoretischen Physik, insbesondere der Quanteninformationsverarbeitung.

Mit dem Leiter des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching, Prof. Ignacio Cirac, verbindet Prof. Peter Zoller eine langjährige Zusammenarbeit, war der gebürtige Spanier doch auch mehrere Jahre Professor an der Universität Innsbruck. Ein von den beiden Theoretikern vorgeschlagenes Modell für den Quantencomputer basiert auf der Wechselwirkung von Lasern mit kalten, in einer elektromagnetischen Falle gespeicherten Ionen. Diese vor über zehn Jahren veröffentlichte Idee konnte in den vergangenen Jahren unter anderem auch in Innsbruck realisiert werden und ist einer der erfolgversprechendsten Wege, einen zukünftigen Quantenrechner zu bauen. „Wir entwickeln theoretische Ideen, die sich mit existierenden oder in naher Zukunft erreichbaren Technologien im Labor umsetzen lassen“, sagt Peter Zoller, „die große Herausforderung besteht darin, wichtige Ziele zu identifizieren, die über das eigene, eng gesteckte Fachgebiet hinausgehen, wie zum Beispiel die Implementierung von Quantencomputern oder die Quantenkommunikation.“
Neben Zoller und Cirac erhalten in diesem Jahr auch William K. Wootters und Philippe Grangier den Preis für Quantenkommunikation, der seit 1996 alle zwei Jahre vergeben wird. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Charles H. Bennett, Dave Wineland, Richard Josza und David Deutsch. Verliehen wird die Auszeichnung im Rahmen der 8. Internationalen Konferenz für Quantenkommunikation in Tsukuba, Japan. Aus terminlichen Gründen kann Prof. Zoller den Preis nicht persönlich entgegennehmen.

 

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