[2007-11-12] Heute Abend wird Dr. Otfried Gühne vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) in Wien mit dem START-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis ist die höchste Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler in Österreich und wird jedes Jahr an herausragende Forscherinnen und Forscher aus allen Fachrichtungen vergeben.

Zu jenen drei START-Preisträgern, die an den Instituten der Innsbrucker Quantenphysik arbeiten, gesellt sich heute Abend ein weiterer hinzu: Der Theoretiker Dr. Otfried Gühne aus der Arbeitsgruppe von Prof. Hans Briegel wird in Wien mit dem höchsten österreichischen Nachwuchspreis für Wissenschaftler ausgezeichnet. Damit wird einerseits die herausragende Forschungsleistung des jungen Physikers gewürdigt und anderseits die finanzielle Basis für die Weiterentwicklung erfolgversprechender Forschungsansätze gelegt. „Unsere Nachwuchsarbeit macht sich bezahlt. Mit dem Spezialforschungsbereich des FWF, dem Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und den universitären Instituten können wir jungen aufstrebenden Forschern ein ideales Arbeitsumfeld bieten“, so der geschäftsführende Direktor des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation, Prof. Rainer Blatt.

Theorien für die Zukunft der Informationsverarbeitung

Der Physiker Otfried Gühne beschäftigt sich mit Problemen der Quanteninformationstheorie, insbesondere der quantenmechanischen Verschränkung von mehreren Teilchen. Dazu gehören neue und effiziente Methoden, wie die Verschränkung in Experimenten detektiert werden kann, sowie Untersuchungen über die Rolle von Verschränkung in Festkörpern. Gühne hat auch einen wesentlichen theoretischen Beitrag bei der Verwirklichung des ersten "Quantenbytes" durch die experimentelle Gruppe von Prof. Blatt vor zwei Jahren geleistet. Otfried Gühne wurde 1975 in Münster in Deutschland geboren. Er studierte an der Universität Münster Mathematik und Physik. Von 2001 bis 2004 absolvierte er ein Doktoratsstudium in der Arbeitsgruppe von Prof. Maciej Lewenstein an der Universität Hannover. Seit Juni 2004 forscht Otfried Gühne als Senior Scientist in der Arbeitsgruppe von Prof. Hans Briegel am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Innsbruck.

Anspruchsvolle Nachwuchsförderung

Jedes Jahr werden vom Wissenschaftsministerium mehrere START-Preise an österreichische Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vergeben. Diese müssen eine außergewöhnliche internationale wissenschaftliche Publikationstätigkeit aufweisen, selbstständig arbeiten und bereits wissenschaftlich im Ausland tätig gewesen sein. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer internationalen Fachjury im Rahmen des Wissenschaftsfonds (FWF) ausgewählt. Dem Innsbrucker Quantenphysiker Otfried Gühne stehen in den kommenden sechs Jahren bis zu 1,2 Mio. Euro zur Verfügung, um erfolgversprechende Forschungsansätze weiter zu verfolgen. Ziel des START-Programms ist es, jungen Spitzenforschern die Möglichkeit für langfristige und finanziell weitgehend abgesicherte Forschungsarbeiten zu geben und den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe zu ermöglichen.

 

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