[2007-12-18] Im Rahmen einer kleinen Feier im Innsbrucker ICT-Park wurden vergangene Woche die Preisträger beim CAST Technology Award 2007 ausgezeichnet. Gleich mehrere Preisträger kommen von Institut für Experimentalphysik und dem IQOQI. Fünf Einreichungen erhielten Preisgelder in Höhe von insgesamt 6.900 Euro.

Es war eine bunte Palette von Geschäftsideen mit technologischem Hintergrund, die beim CAST Technology Award von einer Fachjury beurteilt wurde. Diese beleuchtete Indikatoren wie Marktpotential, Kundennutzen, Technologievorsprung, Wettbewerbssituation und Schutz vor Wettbewerb sowie die Realisierbarkeit der vorgestellten Konzepte. Prämiert wurden jene Projekte, die großes wirtschaftliches Potential zeigen und denen gute Chancen auf Realisierung und Umsetzung eingeräumt werden. Gleich dreimal wurde der dritte Rang vergeben: Mag. Martin Berninger aus der Arbeitsgruppe von Prof. Rudolf Grimm am Institut für Experimentalphysik und Dr. André Stefanov vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) erhielten den Preis für die Entwicklung eines kompakten Geräts, mit dem die Polarisierbarkeit von Molekülen bestimmt werden kann. Damit lassen sich auf einfache Weise spiegelbildliche Moleküle mit identischer Masse voneinander unterscheiden. Da die Moleküle bei dieser Messung nicht zerstört werden, können sie anschließend zusätzlich einer Massenspektrometrie zugeführt werden. Potenzielle Kunden sind analytische Labore und Firmen, die sich auf die Synthetisierung von Molekülen spezialisiert haben. Dr. Michael Jäger, Postdoc am Institut für Experimentalphysik, entwickelt ein innovatives Herstellungsverfahren für Mundstücke von Querflöten, mit dem Klangeigenschaften und Klangfarbe erstmals an die anatomischen Gegebenheiten des Spielers angepasst werden können und gleichzeitig auch erstmals reproduzierbar sein sollen.

Substanz zum Heilen von Krebs

Ein weiterer dritter Preis ging an Prof. Elmar Kornexl vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Innsbruck. Über den zweiten Platz freuten sich Prof. Jürgen Feix und DI. Dieter Fleck vom Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften der Universität Innsbruck. Sie entwickeln eine Holzwerkstoffsandwichplatte, die für den Holzbau bessere Eigenschaften als herkömmliche Holzkonstruktionen aufweist. Zum Sieger des Wettbewerbs wurde das Vorhaben von Mag. Simon Schnaiter und Prof. Lukas Huber vom Biozentrum Innsbruck gekürt. Sie sind einer Substanz auf der Spur, die in Zukunft eine effiziente Behandlung des Multiplen Myeloms möglich machen soll. Der CAST Technology Award prämiert in regelmäßigen Abständen Geschäftsideen mit hohen Chancen zur wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen aus unterschiedlichen Fachbereichen. „Unser Wettbewerb hat wieder zahlreiche Technologen motivieren können, über Kundennutzen und Markt für ihre Entwicklungen nachzudenken“, so Christian Mathes vom CAST.

 

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