[2011-10-19] Die Solvay Tagungen sind die international wohl bekanntesten Konferenzen für Physik und Chemie. Heuer jährt sich die erste Physik-Konferenz zum einhundertsten Mal. Aus diesem Anlass treffen sich in Brüssel erneut herausragende Größen der Physik.

Albert Einstein, Max Planck, Maurice de Broglie, Ernest Rutherford, Marie Curie und Henri Poincaré: Sie alle waren unter den 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ersten Solvay-Konferenz im Jahr 1911 in Brüssel. Dieses vom belgischen Großindustriellen Ernest Solvay finanzierte Zusammentreffen vereinigte die Weltspitze der damaligen experimentellen und theoretischen Physik und markiert noch heute einen wesentlichen Umbruch in der Physik, der von der damals im Entstehen begriffenen Quantenphysik ausgelöst wurde. Die Solvay-Konferenzen mit maximal 25 eingeladenen, höchstrangigen Physikern und Chemikern entwickelten sich seit damals zu einer Art „Gipfelkonferenz“ dieser beiden Fächer.

Hundert Jahre nach der legendären ersten Konferenz treffen sich in dieser Woche erneut herausragende Größen der Physik in Brüssel, um dieses historischen Ereignisses zu gedenken. Unter ihnen ist auch der Innsbrucker Theoretiker Peter Zoller, der Mitglied des wissenschaftlichen Beirats ist, der diese Tagungen konzipiert. Neben Zoller sind zahlreiche Nobelpreisträger wie David Gross, Bill Phillips, Gerard ´t Hooft und Frank Wilczek geladen. Gemeinsam mit diesen vier Größen der Physik sowie mit Alain Aspect und Subir Sachdev wird Peter Zoller am Sonntag an einer öffentlichen Podiumsdiskussion zur Zukunft der Physik teilnehmen. Zoller leitet außerdem eine akademische Sitzung zum Thema Quanteninformation.

 

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