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Foto: Accademia Nazionale dei Lincei

Der Quantenphysiker Hannes Pichler wurde am 12. Juni in Rom mit dem Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der italienischen Akademie der Wissenschaften geht an Forscher:innen unter 40 Jahren, die in ihrem Fach außergewöhnliche und international beachtete Erfolge erzielt haben.

Die Accademia dei Lincei, Italiens nationale Akademie der Wissenschaften, verlieh am 12. Juni 2026 die Antonio-Feltrinelli-Preise an herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst. Der Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen dieser Art in Italien. Der gebürtige Südtiroler Hannes Pichler erhielt im Beisein des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella den Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik für seine bahnbrechenden Beiträge zur theoretischen Physik an der Schnittstelle von Quantenoptik, Quanteninformation und Vielteilchenphysik. Für die Innsbrucker Quantenphysik ist es die zweite Auszeichnung dieser Art: 2017 wurde Francesca Ferlaino mit dem Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet.

Mehrfach ausgezeichnet Hannes Pichler ist Professor für Theoretische Physik mit dem Schwerpunkt Quantenoptik an der Universität Innsbruck und Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sein Forschungsgebiet umfasst Quantenoptik, Quanteninformationsverarbeitung und Quantenvielteilchenphysik. Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: 2022 erhielt er einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats, 2023 den Hans-und-Walter-Thirring-Preis und den New Horizons in Physics Prize der Breakthrough Prize Foundation, 2024 folgten der Forschungspreis der Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Ignaz L. Lieben-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Der „italienische Nobelpreis“

Die internationalen Hauptpreise wurden an den Chemiker Hiroaku Suga, die Immunologin Marina Cavazzana, den Literaturwissenschaftler Wang Hui und den Philologen Furio Brugnolo verliehen.
Der Preis geht auf das Vermächtnis des Mailänder Unternehmers und Finanziers Antonio Feltrinelli (1887–1942) zurück, der sein persönliches Vermögen der Förderung von Wissenschaft und Kunst widmen wollte. In seinem Testament von 1936 verfügte er die Einrichtung eines Fonds, der – nach dem Vorbild der Nobelstiftung – Menschen auszeichnen sollte, die sich durch herausragende Leistungen in Künsten und Wissenschaften verdient gemacht haben. Der Fonds wird von der Accademia Nazionale dei Lincei verwaltet, der ältesten wissenschaftlichen Akademie Italiens. Sie vergibt auf dieser Grundlage nationale und internationale Preise an Persönlichkeiten, die auf ihrem Gebiet Außerordentliches geleistet haben.