Eine fermionische Kaliumwolke, links ohne Wechselwirkung und rechts in Wechselwirkung mit Dysprosium.

Wissenschaftler beobachten im Labor Wolken aus extrem stark abgekühlten Atomen, um virtuell in das Innere eines Neutronensterns einzutauchen oder an den Beginn des Universums zurückzukehren. Denn spezielle Quantengase zeigen ähnliche physikalische Eigenschaften. Ein Team um Rudolf Grimm hat nun das erste stabile gemischte Fermi-Gas aus unterschiedlich schweren Elementen erzeugt und will damit neue superfluide Zustände beobachten.

Peter Zoller und Ignacio Cirac

Mit einem Beitrag würdigte die Fachzeitschrift Nature Review Physics gestern den Beginn der experimentellen Entwicklung des Quantencomputers vor 25 Jahren. Im Mai 1995 veröffentlichen Ignacio Cirac und Peter Zoller ein umfassendes Konzept für den Bau eines Quantencomputers mit gefangenen Ionen. Der Artikel begründete ein neues Forschungsfeld, das von der Innsbrucker Quantenphysik in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt wurde.

Die Bewegung von magnetischen Teilchen kann mit den internen akustischen Wellen in Wechselwirkung gebracht werden. Wie Innsbrucker Physiker zeigen, lassen sich Nanoteilchen auf diese Weise soweit abkühlen, dass sie Quanteneigenschaften zeigen.

Die meisten Quantenexperimente werden heute mit Hilfe von Licht kontrolliert, so auch in der Nanomechanik, wo winzige Teilchen mit elektromagnetischen Feldern so stark abgekühlt werden, dass sie Quanteneigenschaften zeigen. Nun schlagen Innsbrucker Physiker um Oriol Romero-Isart vor, Mikropartikel stattdessen mit Schallwellen zu kühlen.

Topologische Materiezustände sind eine besonders faszinierende Klasse von Quantenzustände.

Topologische Materialien ziehen derzeit großes Interesse auf sich und könnten die Basis für eine neue Ära in der Materialentwicklung bilden. Physiker um Andreas Elben, Jinlong Yu, Peter Zoller und Benoit Vermersch präsentieren nun in der Fachzeitschrift Science Advances ein neues Messverfahren, mit dem sogenannte topologische Invarianten auf unterschiedlichen experimentellen Plattformen identifiziert und charakterisiert werden können.

Ehrendoktor Rainer Blatt mit dem Rektor der Universität Madrid, Joaquín Goyache, und dem österreichischen Botschafter in Madrid, Christian Ebner.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Quantenphysik erhielt der Experimentalphysiker Rainer Blatt am Freitag in Madrid ein Ehrendoktorat der Universität Complutense Madrid. Bereits am Mittwoch wurde Blatt als ausländisches Mitglied in die Spanische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

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