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Christine Maier

Die Experimentalphysikerin Christine Maier aus der Arbeitsgruppe von Rainer Blatt erhält den IQOQI Dissertationspreis 2021. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr bereits zum achten Mal verliehen und würdigt wissenschaftlich hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Quantenphysik.

In ihrer Dissertation dokumentiert Christine Maier Experimente an einem Quantensimulator mit bis zu 20 Ionen. Ihre Untersuchungen beschäftigten sich einerseits mit der Quantifizierung von Verschränkung sowie der Zustandsbestimmung großer, lokal-korrelierter Quantenzustände und zeigen andererseits die Quantensimulation von Quantentransport durch ein Netzwerk von zehn Qubits. In einem weiteren Teil ihrer Arbeit beschreibt Maier die experimentelle Realisierungen variationeller Quantensimulation. Dabei konnte ihr Team die bisher nicht durchführbare Quantensimulation des Schwingermodells mit bis zu 20 Qubits demonstrieren. Durch das Ermitteln des algorithmischen Fehlers und das Vergleichen der Energiezustände des Schwingermodells konnte zudem die Selbstkonsistenz des Quantensimulators belegt werden – ein Weg zur Verifikation der Ergebnisse des Quantensimulators.

Auszeichnung für hervorragende Leistungen

Mit dem Dissertationspreis werden am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) in Innsbruck vielversprechende Nachwuchsphysikerinnen und -physiker für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet. Der IQOQI Dissertationspreis ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert und wird an Absolventinnen und Absolventen des PhD- oder Doktoratsstudiums der Universität Innsbruck verliehen, die wissenschaftlich hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Quantenphysik erbracht haben. Nach Philipp Schindler und Simon Stellmer (2013), Alexander Glätzle (2014), Albert Frisch (2015), Florian Meinert (2016), Petar Jurcevic (2018), Simon Baier (2019) und Andreas Elben (2020) erhält nun Christine Maier aus der Forschungsgruppe um Rainer Blatt für ihre 2020 eingereichte Dissertation „A quantum simulator with long strings of trapped ions“ diese Auszeichnung. Der Preis wird voraussichtlich im März in kleinem Rahmen feierlich verliehen.

Zur Person

Christine Maier hat an der Universität Innsbruck Physik studiert und 2013 ihr Masterstudium abgeschlossen. Bis zur Promotion forschte sie in der Arbeitsgruppe von Rainer Blatt und Christian Roos am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck. Nun arbeitet sie beim Spin-off-Unternehmen Alpine Quantum Technologie (AQT) in Innsbruck.

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