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Bild: ICTP Photo Archives, Massimo Silvano

[2007-11-06] In einem feierlichen Festakt Anfang Oktober wurde Prof. Peter Zoller in Triest/Italien die Dirac-Medaille verliehen. Diese Auszeichnung wurde ihm bereits 2006 für seine innovative und produktive Arbeit in der Atomphysik vom Internationalen Zentrum für Theoretische Physik in Triest zugesprochen.

Die Dirac-Medaille wird jedes Jahr zu Ehren Paul A. M. Diracs anlässlich seines Geburtstags am 8. August an Wissenschaftler vergeben, die bemerkenswerte Beiträge zur Physik geleistet haben. Peter Zoller erhielt die Auszeichnung insbesondere für seine fruchtbaren Vorschläge zur Realisierung von Quantencomputern mit gefangenen Atomen sowie jene für die Umsetzung des Bose-Hubbard-Modells in ultrakalten Gasen. Frühere Preisträger waren zum Beispiel die späteren Physik-Nobelpreisträger Frank Wilczek, David Gross und Martinus J. G. Veltman.

Ein Mitbegründer der Quantenphysik

Der britische Physiker Paul A. M. Dirac (1902 - 1984) war einer der Mitbegründer der Quantenphysik. 1928 stellte er auf Grundlage der Arbeit von Wolfgang Pauli über das Ausschließungsprinzip die nach ihm benannte Dirac-Gleichung auf, bei der es sich um eine relativistische, also auf der speziellen Relativitätstheorie beruhende Wellengleichung zur Beschreibung des Elektrons handelte. Sie erlaubte es Dirac, die Existenz des Eigendrehimpulses und des Positrons vorherzusagen. Im Jahr 1933 erhielt Dirac zusammen mit dem Österreicher Erwin Schrödinger den Nobelpreis für Physik.