Im Innsbrucker Quantencomputer wird Information in einzelnen gefangenen Kalziumatomen gespeichert, die jeweils acht Zustände haben, von denen die Wissenschaftler bis zu sieben zum Rechnen genutzt haben
Credit: Harald Ritsch

Seit Jahrzehnten lernen wir, dass Computer, vom Handy bis zum Rechenzentrum, mit Null und Eins rechnen. An der Universität Innsbruck hat nun ein Team von Experimentalphysikern einen Quantencomputer realisiert, der diese Einschränkung hinter sich lässt und den Weg ebnet für deutlich effizientere Quantenrechnungen.

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Rektor Tilmann Märk überreichte die Ehrenzeichen an Rainer Blatt und Peter Zoller.
Credit: Uni Innsbruck

Rainer Blatt und Peter Zoller wurden heute mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse ausgezeichnet. Mit ihren wegweisenden Forschungen gelten die beiden Wissenschaftler als Pioniere auf ihrem Gebiet und haben wesentliche Grundlagen für die Entwicklung neuer Quantentechnologien wie den Quantencomputer geschaffen.

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Aufwand und Komplexität steigen, aber das Ergebnis ist besser.
Illustration: Johannes Knünz

Damit Quantencomputer für die Praxis taugen, müssen Fehler erkannt und korrigiert werden. In Innsbruck hat nun ein Team von Experimentalphysikern erstmals ein universelles Set von Rechenoperationen auf fehlertoleranten Quantenbits umgesetzt und damit gezeigt, wie ein Algorithmus auf einem Quantencomputer programmiert werden kann, damit Fehler das Ergebnis nicht verfälschen.

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Nahezu kreisförmiger 2D-Suprafestkörper in einer runden Falle
Nahezu kreisförmiger 2D-Suprafestkörper in einer runden Falle

In einer neuen Studie zeigen Forscher*innen um Francesca Ferlaino und Russell Bisset, wie ein atomares Gas zu einem zweidimensionalen, kreisförmigen Suprafestkörper abgekühlt werden kann. Die Methode erlaubt es der Wissenschaft, diese exotischen Materiezustände weiter zu untersuchen und nach Merkmalen wie turbulenten Wirbeln zu suchen.

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Rainer Blatt
Rainer Blatt

Die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz vergibt ihren bedeutendsten Forschungspreis in diesem Jahr an den Innsbrucker Quantenphysiker Rainer Blatt. Er erhält heute in Mainz auf der diesjährigen Jahresfeier des Gutenberg Forschungskolleg den Gutenberg Research Award 2022.

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